Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin: Lehrbeauftragte werden besser bezahlt

Die Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung hat am 29. Juni 2018 die Ausführungsvorschriften zur Erhöhung der Lehrauftragsvergütung an den Berliner Hochschulen amtlich bekannt gegeben. Danach treten ab 1. Oktober 2018 höhere Vergütungssätze in Kraft (1, siehe unten). Die Erhöhung ist im neuen Hochschulvertrag vereinbart. Die Hochschule für Musik Hanns Eisler setzte die Vorschrift bereits um.

Dort gilt die Mindestvergütung nur für die Lehrbeauftragten der Entgeltstufe 1. Die bisherigen Stufen 2 und 3 werden in eine einheitliche 2. Stufe mit einem Satz von zunächst 40 Euro im Studienjahr 2018/19 zusammengeführt. Die Hochschulleitung befindet sich noch in der Abstimmung mit dem Land über die Erhöhung dieser Summe in den folgenden Studienjahren; eine mit der Entwicklung der Stufe 1 vergleichbare Dynamik wird beabsichtigt. Nach der Bestätigung des Entwurfs der entsprechenden hochschulinternen Richtlinien durch die Senatskanzlei werden diese erlassen und veröffentlicht.

Engagement zahlt sich aus: Unter anderem mit dieser Ausstellung machten Lehrbeauftragte auf ihre schwierige finanzielle Lage aufmerksam. Inzwischen tut sich was.

 

Neben der Anhebung der Mindestvergütung für die Lehrtätigkeit erfolgt auch eine Anhebung der Mindestvergütung für Prüfungstätigkeiten, insbesondere für die Vorbereitung, Beaufsichtigung und Korrektur. Ab dem Wintersemester 2018/19 gilt hier ein Stundensatz von 25 Euro, der sich anschließend jährlich erhöht: 26,70 Euro (WS 2019/20), 27,79 Euro (WS 2020/21), 28,06 Euro (WS 2021/22) und 28,72 Euro (WS 2022/23).

(1)
Die Mindestvergütung für einen Lehrauftrag wird im ersten Schritt ab dem Wintersemester 2018/19 von derzeit 24,50 Euro pro Lehrveranstaltungsstunde auf 35,00 Euro angehoben – eine Steigerung von über 40 Prozent. Ab dem Wintersemester 2019/20 gilt eine Mindestvergütung von 37,50 Euro je Stunde. Danach ist eine jährliche Steigerung um jeweils 2,35 % des Stundensatzes vorgesehen. Bis zum Ablauf des Wintersemesters 2022/23 steigt die Mindestvergütung pro Lehrveranstaltungsstunde damit um 15,71 Euro auf 40,21 Euro.

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Über hochschulland

Hochullan(D) ist ein Blog der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) zur Unterstützung der politischen Anliegen und Aktionen von Lehrbeauftragten an Musikhochschulen und von Sprachlehrbeauftragten an Hochschulen.
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