Erfolgreiche Arbeit: Höhere Honorare für Lehrbeauftragte an mehreren Musikhochschulen

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Das langjährige Engagement der Lehrbeauftragten, ihrer Interessenvertretung bklm und der Gewerkschaft Deutsche Orchestervereinigung (DOV) hat zu ersten spürbaren Verbesserungen geführt. Mehr Geld erhalten Lehrbeauftragte an Musikhochschulen in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Neben dem bundesweiten Aktionstag im November vergangenen Jahres haben dazu auch die Aktivitäten der DOV auf politischer Ebene beigetragen. In mehreren Bundesländern haben wir inzwischen Gespräche mit Kultusministern und Rektoren der Musikhochschulen geführt. Im Folgenden dokumentieren wir erste Ergebnisse. Sie werden laufend ergänzt.

In Bayern tut sich gleich an mehreren Standorten etwas. An der Musikhochschule München wird es künftig nur noch zwei statt drei Honorargruppen für Lehrbeauftragte geben. Für den Bereich Begleitung und Korrepetition, der keine eigene Honorargruppe mehr bildet, bedeutet das eine Anhebung der Honorare, die längst überfällig war. Die Hochschulleitung setzt damit auch eine Forderung der Lehrbeauftragten durch, die Fächer Begleitung und Korrepetition deutlich aufzuwerten. Künftig liegen die Honorare bei 36 und 45€. Für die beiden verbleibenden Gruppen sind das Steigerungen um 15 bzw. 20 Prozent. Noch nicht erreicht werden konnte leider die Anbindung an Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst.

Für Nürnberg und Würzburg wurden ebenfalls Verbesserungen beschlossen.

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Und auch in Baden-Württemberg haben zahlreiche Gespräche von DOV-Hauptamtlichen mit Politikern, Hochschulrektoren und Ministeriumsvertretern zu konkreten Ergebnissen geführt. An der Musikhochschule Karlsruhe sollen die Honorare bis zum Jahr 2020 in mehreren Stufen um insgesamt 20 Prozent angehoben werden.

„Die bklm begrüßt grundsätzlich die angekündigten Honorarerhöhungen für Lehrbeauftragte in Baden-Württemberg“, sagt bklm-Sprecherin Ulrike Höfer. „Zwar ist das ausgehandelte Gesamtpaket nicht in allen Punkten ausgewogen, sodass noch viel zu tun bleibt. Aber ein Anfang ist damit gemacht. Kritisch erscheinen vor allem die geplante Erhöhung der Lehrverpflichtung des Mittelbaus und die bisher von den Hochschulen abgelehnte Anhebung der Studiengebühren in Karlsruhe. Ausdrücklich begrüßen wir, dass Freiburg die Lehrverpflichtung nicht erhöht. Wichtig ist auch, die Anbindung der Honorare an die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst zu erreichen.“

Die Situation in Nordrhein-Westfalen ist besonders. Nachdem sich zehn Jahre lang nichts getan hatte, erhielten die Lehrbeauftragten im Jahr 2012 eine Erhöhung von 12,3 Prozent und 2013 noch einmal ein Plus von 2,7 Prozent. Nach dem weiterem Engagement von Lehrbeauftragten, das von der DOV, Hochschulleitungen und Politikern der Regierungskoalition unterstützt worden war, gab es 2015 abermals eine Erhöhung von 2,95 Prozent. Das entspricht der Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst für das Jahr 2014. Inzwischen engagieren sich die Aktiven für eine jährliche Angleichung der Honorare an den öffentlichen Dienst, die im Zuge der geplanten Dienstrechtsreform umgesetzt werden soll.

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Über hochschulland

Hochullan(D) ist ein Blog der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) zur Unterstützung der politischen Anliegen und Aktionen von Lehrbeauftragten an Musikhochschulen und von Sprachlehrbeauftragten an Hochschulen.
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