Forderungen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen an die Parteien zur Bundestagswahl


Im Vorfeld der Bundestagswahl hat die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) die Parteien aufgefordert, sich nachhaltig für die Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten einzusetzen. Die bklm schickte einen Katalog an die hochschulpolitischen Sprecher der Parteien im Bundestag und an die FDP. Darin fordert sie mehr feste Stellen, die Anpassung ihrer Honorare an die Bezüge von Angestellten im öffentlichen Dienst und eine soziale Absicherung, die auch im Alter greift. Die Deutsche Orchestervereinigung unterstützt die berechtigten Anliegen der Lehrbeauftragten.

Die Situation der Lehrbeauftragten an deutschen Hochschulen ist prekär. Besonders betroffen sind Lehrbeauftragte an Musikhochschulen. Auf Honorarbasis erteilen sie 40 bis 60 Prozent des Unterrichts, erhalten dafür aber nur gut ein Drittel der Vergütung fest angestellter Dozentinnen und Dozenten.

Hier gehts zum Forderungskatalog auf der Homepage der bklm.

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Göttinger Lehrbeauftragte machen mobil

 

In Göttingen gibt es eine Initiative, die sich gemeinsam mit Gewerkschaften für eine Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten an der Georg-August-Universität einsetzt.

In einer Petition an das Präsidium und die Entscheidungsträger der Uni fordern die Aktiven:

  • kurzfristig eine angemessene Vergütung: ein Basishonorar zzgl. Entgelt für Arbeitsstunden außerhalb des Unterrichts in Anlehnung an TV-L 13
  • Vertretung durch den Personalrat und Mitbestimmung in den Hochschulgremien
  • mittelfristig die Umwandlung von dauerhaften Lehraufträgen in feste Dauerarbeitsstellen

Mit einer Aktion machten die Lehrbeauftragten am 24. Mai öffentlich auf ihre Forderungen aufmerksam. Ein Gespräch mit Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel war ebenfalls geplant.

Weitere Informationen können Sie in zwei Artikeln der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) finden:
Bezahlung von Unipersonal: Karger Lohn für Lehrbeauftragte an Uni Göttingen vom 23.05.2017
Protest- und Unterschriftenaktion: Geringe Bezahlung: Lehrbeauftragte in Rot und Grün vor der Uni-Verwaltung vom 24.05.2017

Hier können Sie die Petition zeichnen.

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Lehrbeauftragte in Berlin erhalten mehr Geld

Die Berliner Regierungskoalition hat die Hochschulverträge für die Jahre 2018 bis 2022 ausverhandelt und mehr Finanzmittel für Lehrbeauftragte bereitgestellt. Damit werden die Bezüge der Lehrbeauftragten deutlich erhöht. Ab 2018 soll die Mindestvergütung von 24,50 Euro auf 35 Euro steigen und ab 2019 auf 37,50 Euro. Für 2018 entspricht das einem Plus von mehr als 40 Prozent, 2019 folgen weitere 7,14 Prozent.

Die Erklärung der Regierungsfraktionen enthält keine Angaben über die mittlere und obere Stufe der Vergütung. Dass auch diese erhöht werden sollen, ist unstreitig. Es ist jedoch nicht ersichtlich, ob die Stufen 2 und 3 um denselben Betrag steigen sollen wie die Mindestvergütung.

Die DOV setzt sich weiterhin gemeinsam mit den Lehrbeauftragten für eine Verbesserung aller Vergütungsstufen ein.

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Neue Daten zu Studiengängen für Musikberufe und zu Lehrbeauftragten vom Deutschen Musikinformationszentrum

 

 

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Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) hat neue Statistiken über Studierende, Studienanfänger, Absolventen und Lehrpersonal in den Studiengängen für Musikberufe veröffentlicht. Vor dem Hintergrund aktueller kulturpolitischer und gesellschaftlicher Debatten wurde erstmals auch die Entwicklung des Anteils weiblicher Studierender ausführlich beleuchtet. Dargestellt wird auch die Entwicklung der Anzahl und Vergütung der Lehrbeauftragten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Orchestervereinigung  und umfangreiche Statistiken beim MIZ.

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Aktivisten übergeben dem Senat Petition Gerechte Bezahlung und berufliche Perspektiven für Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Petition Wir fordern Gerechte Bezahlung und berufliche Perspektiven für Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen haben ihre Forderungen am 31. Januar dem Staatssekretär für Wissenschaft Steffen Krach übergeben. Dabei waren auch die Gewerkschaftsvertreter Martin Majewski von der Deutschen Orchestervereinigung und Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW Berlin. Die Petition zeichneten 11.665 Unterstützerinnen und Unterstützer.

Aktivistinnen und Aktivsten übergeben die Petition an Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach

Aktivistinnen und Aktivsten übergeben die Petition an Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach c Christian von Polentz

Im Koalitionsvertrag des neuen Berliner Senats bekennen sich SPD, Linke und Grüne zu einem „Paradigmenwechsel in der Personalpolitik an den Berliner Hochschulen“. Sie wollen die prekäre Situation der Lehrbeauftragten verbessern. Daran knüpft die Petition mit folgenden Forderungen an:

  1. Reguläre Lehrveranstaltungen werden durch hauptberufliche Lehrkräfte abgedeckt.
  2. Die Honorare der Lehrbeauftragten werden in Anlehnung an die tarifliche Bezahlung vergleichbarer hauptberuflicher Beschäftigter erhöht.
  3. Die Hochschulen unterstützen und fördern Lehrbeauftragte bei ihrer beruflichen Entwicklung.
  4. Der Senat entwickelt entsprechende Kontrollinstrumente.

Vor der Übergabe der Petition hatten mehrere Vertreter der Lehrbeauftragten mit Krach über die noch immer prekäre Lage der betroffenen Hochschulmitarbeiter gesprochen und noch einmal ihre Forderungen bekräftigt. Sie wiesen unter anderem darauf hin, dass momentan die Vergütung eines Lehrbeauftragten im Durchschnitt gerade mal rund ein Drittel von dem beträgt, was ein Festangestellter im Mittelbau für die gleiche Tätigkeit verdient. Zu den Teilnehmern des Gesprächs gehörte auch Majewski.

Im Gespräch mit Steffen Krach c Christian von Polentz

Im Gespräch mit Steffen Krach c Christian von Polentz

 

Die Petition im Wortlaut und weitere Erläuterungen können Sie hier lesen.

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Obergrenzen für Vergütung der Lehrbeauftragten in Hamburg steigen

Gute Nachrichten aus Hamburg: Dort können Lehrbeauftragte künftig mehr Geld bekommen. Die Hochschulen dürfen ihren freien Mitarbeitern statt wie bislang maximal 40 Euro pro Stunde künftig bis zu 60 Euro zahlen, teilte die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung mit. Auch eine Verdienstuntergrenze hat die grüne Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90 / Die Grünen) eingeführt.

Weitere Informationen finden Sie in einem Artikel des Hamburger Abendblatts.

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In Bayern hingegen bleibt die finanzielle Lage von Lehrbeauftragten weiter prekär. Darauf weist Anne Kostrzewa in der Süddeutschen Zeitung hin. Sie arbeitet vor allem heraus, dass die chronische Unterfinanzierung der Universitäten im Freistaat ein Teil des Problems sei.

Hier können Sie den Artikel nachlesen.

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Zwischen Mozart und Hartz IV

In einem bemerkenswerten Artikel hat die Journalistin Louisa Knobloch das politische Dilemma der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen beschrieben. Für ihren Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung interviewte sie auch den Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) Arvid Ong. Knobloch greift Beispiele vor allem aus Bayern auf. Die machen deutlich, dass Lehrbeauftragte mit ihren Forderungen nach sozialer Absicherung und besserer Bezahlung nach wie vor zwischen Politik und Hochschulen stehen: Die Politik stellt die Mittel für die Hochschulen bereit. Diese können jedoch autonom über ihre Haushalte entscheiden. „Es ist ein Ping-Pong-Spiel“, sagt Ong, der als Lehrbeauftragter an den Musikhochschulen in Detmold und Hannover sowie an der Jugendmusikschule Hamburg unterrichtet.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.

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