Studierende in Münster: Aktion für Weiterbeschäftigung einer Lehrbeauftragten

Studentinnen der Musikhochschule in Münster haben am 29. Mai für die Rechte von Lehrbeauftragten demonstriert. Sie schafften einen Sarg auf die Grünflächen neben der Musikhochschule, weil eine langjährige Lehrbeauftragte nicht weiterbeschäftigt werden soll.

Weitere Details und ein Foto der Aktion: Westfälische Nachrichten

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Gute Nachrichten aus NRW: Mehr Geld für Lehrbeauftragte an Musikhochschulen

Die Landesregierung hat die Honorare für Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen erhöht. Rückwirkend ab 01.01.2017 steigen sie um zwei Prozent, ab 01.01.2018 um 2,35 Prozent. Das zusätzliche Geld wird ab dem Haushalt 2018 zur Verfügung gestellt. Die Erhöhungen erfolgen laut Landesministerium für Kultur und Wissenschaft in Anlehnung an die steigenden Vergütungen für die Tarifangestellten des Landes.


Ab 2018 betragen die neuen Sätze für Lehrbeauftragte, die im Hauptfach unterrichten, 134,88 Euro, für Unterrichtende im Nebenfach 105,35 Euro. „Da die Honorare bei uns durchbezahlt werden, muss man das Honorar pro Stunde umrechnen“, sagt Friedemann Immer, Vertreter der Lehrbeauftragten in NRW. „Wenn ich 34 Wochen Unterricht im Jahr zugrunde lege, ergibt das pro Unterrichtsstunde mit jeweils 60 Minuten im Hauptfach 47,60 Euro und im Nebenfach 37,18 Euro.“

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern steigen die Honorare in NRW bereits seit 2012 kontinuierlich. Allerdings steht die 2015 angekündigte quasi automatische Tarifanbindung an den öffentlichen Dienst noch immer aus. Eine entsprechende Dienstrechtsreform wurde noch nicht auf den Weg gebracht. Die Vertreter der Lehrbeauftragten und die DOV engagieren sich dafür, dass dieser Schritt erfolgt. Zudem arbeiten sie daran, die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenfach abzuschaffen.

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Süddeutsche Zeitung berichtet vom Treffen mit Spaenle

Die Süddeutsche Zeitung hat am 18. Dezember 2017 von dem Treffen der Lehrbeauftragten-Vertreter an Bayerischen Musikhochschulen mit Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) berichtet.

Zum Beitrag gehts hier.

Vor dem Ministertreffen erhöhten die Lehrbeauftragten mit einem Streik den politischen Druck auf die Landesregierung c Hans-Christian Hauser

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Treffen mit Wissenschaftsminister Spaenle

Am 13. Dezember haben sich Vertreter der Lehrbeauftragten der Musikhochschulen Würzburg und Nürnberg mit Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) getroffen. Das einstündige Treffen verlief harmonisch und soll als Runder Tisch institutionalisiert werden.

Treffen im Restaurant des Landtags: Hans-Christian Hauser, Ludwig Spaenle, Martina Fiedler und Rudolf Ramming (vlnr) c privat

Treffen im Restaurant des Landtags: Hans-Christian Hauser, Ludwig Spaenle, Martina Fiedler und Rudolf Ramming (vlnr)   c privat

Spaenle stellte eine zusätzliche Million Euro in Aussicht. Sie soll mit dem Nachtragshaushalt genehmigt werden. Zuletzt wurden die Mittel vor drei Jahren erhöht. Weitere klare Zusagen machte Spaenle nicht. Er will jedoch folgende Punkte prüfen:

  • Die Betrachtung der Lehrbeauftragten als arbeitnehmerähnliche Personen und eine entsprechende Vergütung über sogenannte 12a-Tarifverträge.
  • Die Einrichtung eines Fonds zum Ausgleich der Unterfinanzierung von Kräften, die langfristig als Lehrbeauftragte beschäftigt sind.
  • Mitgestaltungsrechte und eine unabhängige Schiedsstelle

Der nächste runde Tisch soll kommendes Jahr um Ostern stattfinden.

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Erfolg: Das war der Streik an den Musikhochschulen in Bayern

Nach dem beeindruckenden Demonstrationszug und der Kundgebung am 13. November haben Vertreter der Lehrbeauftragten zum Streik an den Musikhochschulen in München, Nürnberg und Würzburg sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg aufgerufen. Wegen des Ausstands fiel in München ein Teil der Hochschulkonzerte aus. Der Streik dauerte bis zum 24. November und stieß auf Sympathie in der Bevölkerung. Er hat die zuständigen Politiker noch stärker unter Druck gesetzt. Die DOV appelliert an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, die prekäre Lage vieler Lehrbeauftragten endlich zu beenden.

Vertreter der Lehrbeauftragten der Musikhochschule München führten am 15. November am Rande einer Sitzung des Wissenschaftsausschusses Gespräche mit Politikern im Bayerischen Landtag. Sie übergaben auch die Forderungen der Lehrbeauftragten. Die CSU-Abgeordneten Oliver Jörg, Thomas Goppel und Karl Freller bekundeten Sympathie und Verständnis für die meisten Anliegen. Sie sagten zu, sich um Lösungen zu bemühen.

Im Bayerischen Landtag: Der Sprecherrat der Musikhochschule München übergibt am 15. November seine Forderungen an Abgeordnete c: Hans-Christian Hauser

Im Landtag gab es eine Debatte über Lehrbeauftragte an Musikhochschulen und Universitäten. Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) will im Dezember Vertreter der Lehrbeauftragten aller drei Bayerischen Musikhochschulen zum Gespräch einladen. Die Lehrbeauftragten erwarten dann echte Lösungen.

 

Zur Debatte Ende November 2017 im Bayerischen Landtag über Lehrbeauftragte an Musikhochschulen und Universitäten gehts hier .

Zu den vier Anträgen der Grünen im Bayerischen Landtag zur Besserstellung der Lehrbeauftragten gehts hier. Sie wurden am 15. November im Wissenschaftsausschuss behandelt. Ein Antrag wurde leicht modifiziert angenommen.

Die Hochschulexperten der SPD im Landtag Georg Rosenthal und Isabell Zacharias forderten am 15.November mehr Geld von der Landesregierung für die Lehrbeauftragten.

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Lehrbeauftragte zogen durch München – Demonstration und Streik für bessere Arbeitsbedingungen

Die Demonstration der Lehrbeauftragten in München ist erfolgreich gewesen (Hochschulland D berichtete im Vorfeld). Viele Honorarlehrer beteiligten sich am 13. November an der Aktion. Hier ein paar Impressionen:

c (alle Fotos): Hans-Christian Hauser

Die Bayern-Resolution der bklm können Sie hier im Wortlaut lesen.
Die Pressemitteilung der DOV können Sie hier lesen.

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DOV und bklm unterstützen Streik der Lehrbeauftragten in Bayern

Heute ziehen Lehrbeauftragte von der Münchner Musikhochschule zur Staatskanzlei. Sie fordern verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit und eine vernünftige soziale Absicherung. Hintergrund der Demonstration und des anschließenden Streiks, der für zwei Wochen geplant ist: Der Freistaat toleriert seit Jahren die Überschreitung der Stundenbegrenzung für Lehraufträge. Damit wollen Wissenschaftsministerium und Rechnungshof nun Schluss machen. Allerdings haben sich viele Honorarkräfte auf den Lehrauftrag als Haupterwerbsquelle eingerichtet. Ihnen drohen empfindliche Einkommensverluste und das soziale Aus.

„Der Freistaat Bayern hat durch sein Laissez-Faire einen Vertrauenstatbestand geschaffen, viele Lehrbeauftragte wurden so in eine soziale Abhängigkeit gelockt“, sagt Martin Majewski von der DOV in einer Pressemitteilung. Nun müsse er seiner sozialen Verantwortung nachkommen. „Wir sind zum konstruktiven Dialog bereit.“

Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) hat bereits Ende Oktober eine Bayern-Resolution verabschiedet. Darin fordert sie verlässliche Rahmenbedingungen: „Die Lehrbeauftragten brauchen eine transparente und homogene Neugestaltung und Umsetzung staatlicher Regelungen.“ Der Freistaat solle sich auch für eine soziale Sicherung der langjährigen Lehrbeauftragten durch Übernahme in feste Arbeitsverhältnisse und Zahlung angemessener Honorare bekennen.

Die Pressemitteilung der DOV können Sie hier lesen.

Die Bayern-Resolution der bklm können Sie hier im Wortlaut lesen.

In einem Kommentar in der Osnabrücker Zeitung macht Louisa Riepe deutlich, dass sich an der aktuelle Situation etwas ändern muss.

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