Erfolg: Das war der Streik an den Musikhochschulen in Bayern

Nach dem beeindruckenden Demonstrationszug und der Kundgebung am 13. November haben Vertreter der Lehrbeauftragten zum Streik an den Musikhochschulen in München, Nürnberg und Würzburg sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg aufgerufen. Wegen des Ausstands fiel in München ein Teil der Hochschulkonzerte aus. Der Streik dauerte bis zum 24. November und stieß auf Sympathie in der Bevölkerung. Er hat die zuständigen Politiker noch stärker unter Druck gesetzt. Die DOV appelliert an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, die prekäre Lage vieler Lehrbeauftragten endlich zu beenden.

Vertreter der Lehrbeauftragten der Musikhochschule München führten am 15. November am Rande einer Sitzung des Wissenschaftsausschusses Gespräche mit Politikern im Bayerischen Landtag. Sie übergaben auch die Forderungen der Lehrbeauftragten. Die CSU-Abgeordneten Oliver Jörg, Thomas Goppel und Karl Freller bekundeten Sympathie und Verständnis für die meisten Anliegen. Sie sagten zu, sich um Lösungen zu bemühen.

Im Bayerischen Landtag: Der Sprecherrat der Musikhochschule München übergibt am 15. November seine Forderungen an Abgeordnete c: Hans-Christian Hauser

Im Landtag gab es eine Debatte über Lehrbeauftragte an Musikhochschulen und Universitäten. Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) will im Dezember Vertreter der Lehrbeauftragten aller drei Bayerischen Musikhochschulen zum Gespräch einladen. Die Lehrbeauftragten erwarten dann echte Lösungen.

 

Zur Debatte Ende November 2017 im Bayerischen Landtag über Lehrbeauftragte an Musikhochschulen und Universitäten gehts hier .

Zu den vier Anträgen der Grünen im Bayerischen Landtag zur Besserstellung der Lehrbeauftragten gehts hier. Sie wurden am 15. November im Wissenschaftsausschuss behandelt. Ein Antrag wurde leicht modifiziert angenommen.

Die Hochschulexperten der SPD im Landtag Georg Rosenthal und Isabell Zacharias forderten am 15.November mehr Geld von der Landesregierung für die Lehrbeauftragten.

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Lehrbeauftragte zogen durch München – Demonstration und Streik für bessere Arbeitsbedingungen

Die Demonstration der Lehrbeauftragten in München ist erfolgreich gewesen (Hochschulland D berichtete im Vorfeld). Viele Honorarlehrer beteiligten sich am 13. November an der Aktion. Hier ein paar Impressionen:

c (alle Fotos): Hans-Christian Hauser

Die Bayern-Resolution der bklm können Sie hier im Wortlaut lesen.
Die Pressemitteilung der DOV können Sie hier lesen.

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DOV und bklm unterstützen Streik der Lehrbeauftragten in Bayern

Heute ziehen Lehrbeauftragte von der Münchner Musikhochschule zur Staatskanzlei. Sie fordern verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit und eine vernünftige soziale Absicherung. Hintergrund der Demonstration und des anschließenden Streiks, der für zwei Wochen geplant ist: Der Freistaat toleriert seit Jahren die Überschreitung der Stundenbegrenzung für Lehraufträge. Damit wollen Wissenschaftsministerium und Rechnungshof nun Schluss machen. Allerdings haben sich viele Honorarkräfte auf den Lehrauftrag als Haupterwerbsquelle eingerichtet. Ihnen drohen empfindliche Einkommensverluste und das soziale Aus.

„Der Freistaat Bayern hat durch sein Laissez-Faire einen Vertrauenstatbestand geschaffen, viele Lehrbeauftragte wurden so in eine soziale Abhängigkeit gelockt“, sagt Martin Majewski von der DOV in einer Pressemitteilung. Nun müsse er seiner sozialen Verantwortung nachkommen. „Wir sind zum konstruktiven Dialog bereit.“

Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) hat bereits Ende Oktober eine Bayern-Resolution verabschiedet. Darin fordert sie verlässliche Rahmenbedingungen: „Die Lehrbeauftragten brauchen eine transparente und homogene Neugestaltung und Umsetzung staatlicher Regelungen.“ Der Freistaat solle sich auch für eine soziale Sicherung der langjährigen Lehrbeauftragten durch Übernahme in feste Arbeitsverhältnisse und Zahlung angemessener Honorare bekennen.

Die Pressemitteilung der DOV können Sie hier lesen.

Die Bayern-Resolution der bklm können Sie hier im Wortlaut lesen.

In einem Kommentar in der Osnabrücker Zeitung macht Louisa Riepe deutlich, dass sich an der aktuelle Situation etwas ändern muss.

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bklm wählt Sprecherteam

Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen hat ihr Sprecherteam neu gewählt. Ulrike Höfer aus Freiburg und Arvid Ong aus Hannover sind Sprecher. Ihre Stellvertreter sind Andreas Begert (München), Gottfried Engels (Köln), Birgit Schmieder (Berlin), Johannes Gerstengarbe (Dresden) und Christiane Neumann (Leipzig). Damit wurde das gesamte bisherige Team wiedergewählt. Die Wahl fand am 29. Oktober in Berlin auf der 8. Bundeskonferenz statt.

Die DOV gratuliert den Sprecherinnen und Sprechern zur Wiederwahl. Wir wünschen viel Elan und Erfolg!

Die neuen alten Sprecherinnen und Sprecher: Gottfried Engels, Birgit Schmieder, Ulrike Höfer, Arvid Ong, Johannes Gerstengarbe, Christiane Neumann (vlnr) c: bklm

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8. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen in Berlin

Am Wochenende findet die 8. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) statt. Die Vertreterinnen und Vertreter der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen treffen sich am 28. und 29. Oktober in der Universität der Künste in Berlin.

Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung der Lehrbeauftragten ein. Die DOV kooperiert mit der bklm.

bei der letzten bklm-Tagung im Oktober 2016 in Dresden c: bklm

Beim Treffen am Wochenende werden sie über die aktuelle Lage der Lehrbeauftragten in den verschiedenen Bundesländern diskutieren und politische Strategien für die Verbesserung ihrer finanziellen und sozialen Lagen weiterentwickeln. Den Einstieg soll ein Round Table-Gespräch zum Thema Der Lehrauftrag: wie schafft man verlässliche Rahmenbedingungen? liefern. Die bklm wählt an diesem Wochenende ebenfalls ihre Sprecherinnen und Sprecher.

Die Tagesordnung des Treffens gibts hier.

Zur Homepage der bklm gehts hier.

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Lehrbeauftragte in Bayern kämpfen gemeinsam für bessere Bezahlung

Auch der Bayerische Rundfunk berichtet über den geplanten Streik der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Allerdings mit einem etwas anderen Zungenschlag: Bei der gängigen Praxis hätten die Lehrbeauftragten mitgemacht. Die Schieflage hätte sich im beiderseitigen Einvernehmen entwickelt. Eine etwas fragwürdige Einschätzung angesichts des Einflusses von Einzelnen auf die Honorargestaltung der Hochschulen.

Umso wichtiger ist es, dass sich noch mehr Lehrbeauftragte zusammenschließen und organisieren: in der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochhschulen (bklm) und in der DOV. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich anschließen, desto wirkungsvoller können wir ihre Interessen vertreten und Honorarerhöhungen durchsetzen.

Den Beitrag des Bayerischen Rundfunks können Sie hier lesen.

Informationen über das Engagement der DOV für die Lehrbeauftragten finden Sie hier.

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Lehrbeauftragte an bayerischen Musikhochschulen streiken zwei Wochen im November

Ab Mitte November wollen die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen für zwei Wochen in ganz Bayern streiken. Die Existenz vieler Lehrbeauftragter sei bedroht, weil die Universitätsverwaltungen prüfen, ob arbeitsrechtliche Vorschriften eingehalten werden, heißt es in der Süddeutschen Zeitung. „Zum Auftakt ziehen sie alle am 13. November von der Arcisstraße vor den Landtag, um zu demonstrieren – nicht mit Trillerpfeifen, sondern mit ihren Instrumenten, gleichsam als protestierendes Orchester. Dann wollen sie streiken“, schreibt Jacob Wetzel.

Bereits am 6. November 2014 machten Betroffene in München am Bundesweiten Aktionstag der Lehrbeauftragten auf ihre schwierige soziale Lage aufmerksam

Laut Gesetz müssen Lehraufträge nur Nebenjob sein. Konkret bedeutet das: Ein Lehrbeauftragter darf maximal neun Stunden pro Woche unterrichten. Allerdings ist mehr als die Hälfte der 900 Musik-Lehrbeauftragten in Bayern einer Umfrage zufolge existenziell von den Lehraufträgen abhängig. Laut Süddeutscher erfassen die Hochschulen auch, ob ihre Dozenten an weiteren Hochschulen tätig sind und damit die zulässige Stundenzahl überschreiten.

Ulrike Höfer, Sprecherin der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen, mit der die Deutsche Orchestervereinigung kooperiert, wandte sich mit Schreiben an den Rechnungshof und an Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU): Es sei richtig, darauf zu achten, dass die Vorschriften eingehalten werden. Doch leider achteten die Hochschulen zu spät darauf. Der Staat habe lange toleriert und davon profitiert, dass Lehrbeauftragte über Gebühr beschäftigt wurden. Regierung und Hochschulen trügen eine soziale Verantwortung für die Dozenten.

 

Den Artikel der Süddeutschen Zeitung können Sie hier nachlesen.

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