Neue Daten zu Studiengängen für Musikberufe und zu Lehrbeauftragten vom Deutschen Musikinformationszentrum

 

 

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Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) hat neue Statistiken über Studierende, Studienanfänger, Absolventen und Lehrpersonal in den Studiengängen für Musikberufe veröffentlicht. Vor dem Hintergrund aktueller kulturpolitischer und gesellschaftlicher Debatten wurde erstmals auch die Entwicklung des Anteils weiblicher Studierender ausführlich beleuchtet. Dargestellt wird auch die Entwicklung der Anzahl und Vergütung der Lehrbeauftragten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Orchestervereinigung  und umfangreiche Statistiken beim MIZ.

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Aktivisten übergeben dem Senat Petition Gerechte Bezahlung und berufliche Perspektiven für Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen

Die Initiatorinnen und Initiatoren der Petition Wir fordern Gerechte Bezahlung und berufliche Perspektiven für Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen haben ihre Forderungen am 31. Januar dem Staatssekretär für Wissenschaft Steffen Krach übergeben. Dabei waren auch die Gewerkschaftsvertreter Martin Majewski von der Deutschen Orchestervereinigung und Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW Berlin. Die Petition zeichneten 11.665 Unterstützerinnen und Unterstützer.

Aktivistinnen und Aktivsten übergeben die Petition an Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach

Aktivistinnen und Aktivsten übergeben die Petition an Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach c Christian von Polentz

Im Koalitionsvertrag des neuen Berliner Senats bekennen sich SPD, Linke und Grüne zu einem „Paradigmenwechsel in der Personalpolitik an den Berliner Hochschulen“. Sie wollen die prekäre Situation der Lehrbeauftragten verbessern. Daran knüpft die Petition mit folgenden Forderungen an:

  1. Reguläre Lehrveranstaltungen werden durch hauptberufliche Lehrkräfte abgedeckt.
  2. Die Honorare der Lehrbeauftragten werden in Anlehnung an die tarifliche Bezahlung vergleichbarer hauptberuflicher Beschäftigter erhöht.
  3. Die Hochschulen unterstützen und fördern Lehrbeauftragte bei ihrer beruflichen Entwicklung.
  4. Der Senat entwickelt entsprechende Kontrollinstrumente.

Vor der Übergabe der Petition hatten mehrere Vertreter der Lehrbeauftragten mit Krach über die noch immer prekäre Lage der betroffenen Hochschulmitarbeiter gesprochen und noch einmal ihre Forderungen bekräftigt. Sie wiesen unter anderem darauf hin, dass momentan die Vergütung eines Lehrbeauftragten im Durchschnitt gerade mal rund ein Drittel von dem beträgt, was ein Festangestellter im Mittelbau für die gleiche Tätigkeit verdient. Zu den Teilnehmern des Gesprächs gehörte auch Majewski.

Im Gespräch mit Steffen Krach c Christian von Polentz

Im Gespräch mit Steffen Krach c Christian von Polentz

 

Die Petition im Wortlaut und weitere Erläuterungen können Sie hier lesen.

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Obergrenzen für Vergütung der Lehrbeauftragten in Hamburg steigen

Gute Nachrichten aus Hamburg: Dort können Lehrbeauftragte künftig mehr Geld bekommen. Die Hochschulen dürfen ihren freien Mitarbeitern statt wie bislang maximal 40 Euro pro Stunde künftig bis zu 60 Euro zahlen, teilte die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung mit. Auch eine Verdienstuntergrenze hat die grüne Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90 / Die Grünen) eingeführt.

Weitere Informationen finden Sie in einem Artikel des Hamburger Abendblatts.

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In Bayern hingegen bleibt die finanzielle Lage von Lehrbeauftragten weiter prekär. Darauf weist Anne Kostrzewa in der Süddeutschen Zeitung hin. Sie arbeitet vor allem heraus, dass die chronische Unterfinanzierung der Universitäten im Freistaat ein Teil des Problems sei.

Hier können Sie den Artikel nachlesen.

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Zwischen Mozart und Hartz IV

In einem bemerkenswerten Artikel hat die Journalistin Louisa Knobloch das politische Dilemma der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen beschrieben. Für ihren Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung interviewte sie auch den Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) Arvid Ong. Knobloch greift Beispiele vor allem aus Bayern auf. Die machen deutlich, dass Lehrbeauftragte mit ihren Forderungen nach sozialer Absicherung und besserer Bezahlung nach wie vor zwischen Politik und Hochschulen stehen: Die Politik stellt die Mittel für die Hochschulen bereit. Diese können jedoch autonom über ihre Haushalte entscheiden. „Es ist ein Ping-Pong-Spiel“, sagt Ong, der als Lehrbeauftragter an den Musikhochschulen in Detmold und Hannover sowie an der Jugendmusikschule Hamburg unterrichtet.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.

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Deutsche Orchestervereinigung begrüßt Dresdner Erklärung der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt die Dresdner Erklärung der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Darin fordern die Lehrbeauftragten eine soziale Absicherung aller Lehrkräfte, die auf Honorarbasis arbeiten. Zudem verlangen sie eine zeitnahe Anpassung ihrer Bezüge an das Gehaltsniveau von Festangestellten in vergleichbaren Positionen. Die Erklärung wurde am 23. Oktober auf der 7. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) in Dresden verabschiedet. Die bklm ist ein Zusammenschluss der Vertreter von Lehrbeauftragten aller 24 Musikhochschulen in Deutschland.

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Die Deutsche Orchestervereinigung setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen und faire Entlohnung ein. DOV-Vertreter führen zum Beispiel politische Gespräche auf Landes- und Bundesebene. Dabei arbeiten sie eng mit der bklm zusammen.

Inzwischen erteilen Lehrbeauftragte zwischen 40 und 60 Prozent des Unterrichts an Musikhochschulen. „Anders als bei festangestellten Dozenten wurde die Vergütung der Lehraufträge in den vergangenen Jahrzehnten nur teilweise an die allgemeine Lohnentwicklung angeglichen“, heißt es in der Erklärung. Momentan erhalten sie zwischen 22 und 44 Prozent der Bezüge von Festangestellten. Damit ist eine adäquate soziale Absicherung nicht möglich. Vielen langjährigen Lehrbeauftragten droht deshalb Altersarmut.

Die Dresdner Erklärung der bklm können Sie hier herunterladen.

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SPD-Bildungsexpertin fordert bessere Bezahlung von Lehrbeauftragten: Aufnahme in Bundestagswahlprogramm

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Im April wurde das Wissenschaftszeitvertragsgesetz novelliert. Ebenfalls in diesem Jahr beschlossen Bund und Länder den Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Von beiden Regelungen profitieren die ca. 100.000 Lehrbeauftragten an Hochschulen nicht, weil sie auf Honorarbasis arbeiten und keinen Vertrag mit der Hochschule haben.

SPD-Bildungsexpertin Simone Raatz fordert nun: „Entweder erhalten diese Leute ordentliche Verträge, oder man zahlt ihnen Stundensätze, die vergleichbar mit denen von Festangestellten sind. Nur so können sie von ihrem Beruf leben.“ Im Interview mit der SPD-Parteizeitung Vorwärts sagte Raatz, sie wolle noch in dieser Legislaturperiode ein Bekenntnis ihrer Partei, dass sie sich für die Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten einsetzt: „Die Forderung nach einer Erhöhung der Grundfinanzierung wird in das SPD-Programm für die Bundestagswahl einfließen und dann in der kommenden Legislaturperiode ein wichtiges Vorhaben, was es umzusetzen gilt.“

Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt das Vorhaben, das dringend notwendig und seit Jahren überfällig ist.

Zum Artikel gehts hier.

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Gefangen in schwieriger Struktur: Lehrbeauftragte an Bayerns Musikhochschulen

Tisch mit Fotos

Schluß mit der leeren Lehre!

Die prekäre Situation vieler Lehrbeauftragter ist ein strukturelles Problem. Diese Ansicht vertritt der Vizepräsident der Münchner Hochschule für Musik und Theater Christoph Adt in einem bemerkenswerten Artikel, der vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung erschien. Aufgrund seiner Position kennt er die Verhältnisse in Bayern ziemlich genau. „Die Situation fast aller Lehrbeauftragten ist prekär“, sagt Adt.

Deshalb fordert er vom Freistaat Geld für mehr feste Stellen. „Wir beantragen das immer wieder, kommen damit aber nicht durch“, sagt er in dem Artikel vom 6. Oktober, der online leider nicht verfügbar ist. An bayerischen Hochschulen sind laut Süddeutscher Zeitung knapp 10.000 Lehrbeauftragte tätig, davon etwa 600 an den staatlichen Musikhochschulen in Würzburg, Nürnberg und München. Diese Musiker seien hochqualifiziert, aber schlecht bezahlt. Sie hätten keine Sicherheiten, vielen drohe Altersarmut. Adt zufolge ist das Problem eine Strukturfrage, und die Staatsregierung habe nicht die Absicht daran zu rütteln. Dazu der Lehrbeauftragte Hermann Eckhardt pointiert: „Der Staat weigert sich, zur Kenntnis zu nehmen, was hier geschieht. Er bedient sich einer Praxis, die er bei jedem Privatunternehmen längst unterbinden würde.“

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